Kommentiertes Vorlesungs- und Seminarverzeichnis Sommersemester
2004
Abteilung Sprachwissenschaft
Die unten abgebildete Tabelle und die Annotationen beinhalten alle Änderungen gegenüber dem gedruckten Vorlesungsverzeichnis.
Die Änderungen und Ergänzungen können Sie hier
auch als pdf herunterladen. (Stand: 31.3.32004)
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SPRACHWISSENSCHAFT - Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Sprachpolitik – Sprachpflege – Sprachberatung
2 SWS/ Hs HS
K. Eichhoff-Cyrus/ I. Kühn
Luisenstraße 2, Raum 2
Mo 10-12
MA/LAG/LAS wobl.
Was leistet der 2003 gegründete Deutsche Sprachrat? Welche Ziele und
Aufgaben sind gesetzt? Frau Dr. Eichhoff-Cyrus als Geschäftsführerin
der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden wird aus der Arbeit
des Sprachrats berichten.
Was leistet Sprachberatung? Sprachempfehlungen für die Öffentlichkeit
und für bestimmte Bereiche, beispielsweise Sprachberatung für den
Deutschen Bundestag sollen diskutiert werden. Aus der Dokumentation der Sprachberatungsstelle
in Wiesbaden und des Germanistischen Instituts in Halle werden interessante
und mehrfach gestellte Fragen zu verschiedenen Teilgebieten ausgewählt.
Ein Besuch beim Redaktionsstab des Deutschen Bundestages ist vorgesehen.
Die Grobgliederung könnte folgende Kategorien umfassen: Orthografie/Orthografiereform;
Wortbildung; Fremdwörter; Wortbedeutung; Etymologie; Stil; Grammatik;
Zeichensetzung; Sprachkritik; Formulierungshilfen.
Leistungsscheine können durch Hausarbeiten erworben werden.
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Einführung in die Germanistische Sprachwissenschaft
I
2 SWS/ GS
J. Wagner.
Melanchthonianum, Hörsaal B
Mo 12-14
MA/LAG/LAS obl.
Was ist Sprache? Wozu dient sie? Wie ist sie strukturiert? Mit diesen und
weiteren Fragen beschäftigt sich die Sprachwissenschaft. Im Zentrum dieser
Einführung stehen somit
- fachwissenschaftliche Grundpositionen und -begriffe der Linguistik und ihrer
Teilgebiete;
- theoretische, methodische und kommunikationspraktische Fragen zum System
der deutschen Sprache.
Die Einführung I dient außerdem dazu, die Studierenden in Techniken
und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens einzuführen.
Die Lehrveranstaltung wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Teilnahmevoraussetzung(en): keine
Weitere Informationen unter http://www.germanistik.uni-halle.de/wagner/einfuehrung1
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Bedeutung und Funktion von Namen
2 SWS/ Hs HS
I. Kühn
Luisenstraße 2, Raum 2
Mo 14-16
MA/LAG/LAS wobl.
Im ersten Teil des Seminars sollen theoretische Kenntnisse zur Bedeutung und
Funktion von Namen erworben werden. Die empirischen Untersuchungen werden
an verschiedenen Gruppen von Eigennamen durchgeführt. Dabei geht es um
die etymologische Zuordnung, die Motive der Benennung, die Beschreibung typischer
Namengruppen von Ortsnamen, Flurnamen, Straßennamen, Namen von Schulen,
Intercity-Zügen oder Benennungen von Witterungserscheinungen.
Leistungsscheine können erworben werden.
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Semantik
2 SWS/ einführendes Ps im GS
J. Wagner
Löwengebäude, Hörsaal B
Mo 14-16
MA/LAG/LAS wobl./wahl.
Der Untersuchungsgegenstand der Semantik ist die Bedeutung von Sprache bzw.
sprachlichen Zeichen. Was aber ist überhaupt Bedeutung, wie kommt sie
zustande, und warum sollte man sich damit beschäftigen? Diesen Fragen
wird in drei Abschnitten des Seminars nachgegangen:
- Grundlagen der Semantik,
- Lexikalische Semantik,
- Semantik komplexer Ausdrücke.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
Weitere Informationen unter http://www.germanistik.uni-halle.de/wagner/semantik
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Das Fremdwort in der deutschen Sprache
2 SWS/ Hs HS
I. Kühn
Luisenstraße 2, Raum 2
Di 10-12
MA/LAG/LAS wobl.
Integration und Stigmatisierung von fremden Wörtern in der deutschen
Sprache sollen im historischen Kontext betrachtet werden. Weitere thematische
Schwerpunkte sind die grammatische Integration von Fremdwörtern, Typen
von Anglizismen und Internationalismen sowie die aktuelle Anglizismendiskussion
und die Frage nach Fremdwörterbüchern.
Leistungsscheine können durch Referate/Hausarbeiten erworben werden.
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Morphologie
2 SWS/ einführendes Ps im GS
S. Unterberg
Luisenstraße 2, Raum 5
Di 10-12
MA wobl./wahl.
Das Seminar bietet zunächst eine Vertiefung und Auseinandersetzung mit
der für die Morphologie und Wortbildung relevanten linguistischen Terminologie.
Von zentraler Bedeutung ist dabei eine Bestimmung und kritische Überprüfung
des Begriffes „Wort“.
Im Bereich der Flexion wird die traditionelle Formenlehre des Deutschen und
ihre morphologischen Besonderheiten thematisiert (Konjugation, Deklination
usw.) und die Bildung und Bedeutung grammatischer Kategorien (Numerus, Genus,
Kasus, Tempus usw.) wird diskutiert.
Des Weiteren werden einzelne Wortarten des Deutschen hinsichtlich ihrer spezifischen
morphologischen Möglichkeiten analysiert und klassifiziert.Wortbildungskonstruktionen
und Wortbildungsregularitäten bilden einen zentralen Aspekt der Seminararbeit.
(Leistungsnachweise können erworben werden.)
Teilnahmevoraussetzung(en): keine
maximale Teilnehmerzahl: 40
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Linguistisches Kolloquium
2 SWS/ Hs HS
I. Kühn
Luisenstraße 2, Raum 2
Di 14-16
MA/LAG/LAS wobl.
Gegenstand dieser Lehrveranstaltung ist die Erörterung von Problemen
bei der Vorbereitung und Durchführung von Hausarbeiten. Neben den thematischen
Schwerpunkten sind Untersuchungen zur Gegenwartssprache, zur Sprachentwicklung
und Sprachnormierung möglich.
Ergebnisse der Sprachberatungsstelle stehen zur Verfügung.
Weitere Themen nach Absprache.
Teilnahmevoraussetzung(en): Vorbereitung einer Hausarbeit/Magisterarbeit.
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Wissenschaftliches Schreiben
2 SWS/ Übung
J. Wagner
Luisenstr. 2, Raum 5
Di 14-16
MA/ LAG/LAS wobl./wahl.
Weitere Informationen unter http://www.germanistik.uni-halle.de/wagner/schreiben
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Linguistisches Kolloquium
2 SWS/ Hs HS
G. Antos
Luisenstraße 2, Raum 5
Di 16-18
MA/LAG/LAS/BliK wobl.
Kolloquien haben zwanglosen Workshopcharakter. Sie erlauben einen Blick hinter
die Kulissen der Forschung. Sie zeigen, wie Ideen entwickelt und diskutiert
werden, wie man sich über den besten Weg intellektuell streiten und wie
„Forschung“ handwerklich umgesetzt werden kann.
Also: Alle, die Themen oder Anregungen für Abschlussarbeiten suchen,
sind ebenso eingeladen wie ‚BLiKis‘, die ein praxisorientiertes
Projekt zum Thema „Sprache im Beruf“ entwickeln wollen. „Gestandene“
WissenschaftlerInnen (ab und zu auch Gäste von auswärts) stellen
im Kolloquium ihre Arbeiten und Projekte ebenso vor, wie Habilitierende, Doktoranden
oder Studierende, die an Magister- oder Staatsexamensarbeiten sitzen.
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Gesprächsanalyse
2 SWS/ Hs HS
G. Antos
Luisenstraße 2, Raum 2
Mi 10-12
MA/LAG/LAS/BliK wobl.
Die Gesprächsanalyse versucht einerseits, „Maximen“, Regeln
und Strategien herauszustellen, die Gesprächen zugrunde liegen. Zum anderen
kann sie zeigen, wie die an Gesprächen Beteiligten durch ihre Interaktion
„Sinn“ und „soziale Ordnung“ wechselseitig zu etablieren
versuchen.
Im Zentrum des Seminars werden sehr verschiedene „Gesprächssorten“
stehen (Alltagsgespräche, Gespräche aus der Wirtschaft, der Verwaltung,
der Medien, der Medizin). Anhand von verschrifteten Verläufen sollen
diese auf relevante Fragestellungen hin („Aushandlungskonzept“,
Sinnproduktion, Dominanz, Emotionalität, Konflikt, Schlichtung etc.)
untersucht werden.
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Syntax
2 SWS/ einführendes Ps im GS
A.-K. Hartinger
Melanchthonianum, Hörsaal XV
Mi 12-14
LAG/LAS wobl./wahl.
Dieses einführende Syntaxseminar vermittelt grundlegende Kenntnisse zur
Analyse syntaktischer Strukturen. Neben der Klärung des Satzbegriffes
sollen die verschiedenen Satztypen ebenso wie die Satzkonstituenten erläutert
und beschrieben werden. Dabei wird auch die Frage nach den Funktionen bestimmter
Strukturen zu beantworten sein.
Nicht zuletzt werden uns wichtige Forschungsansätze und deren Herangehensweise
an die deutsche Syntax interessieren. Im Mittelpunkt stehen hier Überlegungen
zu den Zielsetzungen, Methoden und Interpretationsansätzen dieser Theorien.
Teilnahmevoraussetzung(en): keine
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Sprachliche Erscheinungen in der Schnittstelle zwischen
Syntax, Semantik und Pragmatik
2 SWS/ thematisches Ps im GS
T. Weber
Luisenstraße 2, Raum 5
Mi 12-14
MA wobl./wahl.
Die Linguistik des 20. Jahrhunderts war in weiten Teilen durch eine modulare
Sichtweise geprägt, die einzelne sprachliche Phänomene bestimmten
isoliert betrachtbaren sprachlichen Ebenen (von der Phonetik bis zur Pragmatik)
zuordnete. Seit den 1970er hat sich demgegenüber eine oft als „Funktionale
Linguistik“ bezeichnete Sichtweise etabliert, die den ganzheitlichen
Charakter von Sprache betont und strukturelle und funktionale Aspekte von
Sprache als untrennbar miteinander verbunden betrachtet.
In diesem Seminar werden wir zentrale Bereiche der deutschen Sprache, z.B.
Wortbildung, Satzbau und Textstruktur, daraufhin untersuchen, wie Sprachstruktur
und Sprachgebrauch einander bedingen und wechselseitig beeinflussen.
Teilnahmevoraussetzung: Beherrschung der sprachwissenschaftlichen Grundbegriffe,
wie sie in den Einführungen I und II vermittelt werden.
Weitere Informationen finden Sie ab Ende März unter: http://www.germanistik.uni-halle.de/weber
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Transkripte in der linguistischen Arbeit – theoretische
Aspekte, unterschiedliche Systeme, technische Umsetzung
2 SWS/ thematisches Ps im GS
T. Weber
Luisenstraße 2, Raum 5
Mi 14-16
MA/BliK wobl./wahl
Transkripte, d.h. die Verschriftlichungen gesprochener Sprache, sind ein wichtiges
Hilfsmittel der Gesprächsanalyse sowie der funktional orientierten Linguistik
überhaupt. Das Transkribieren, von der Auswahl der Daten über die
Entscheidung für ein Transkriptionssystem bis zur Erstellung und wiederholten
Überarbeitung des Transkripts ist mehr als ein rein technischer Prozess.
In dieser Veranstaltung werden wir von Beginn an Gespräche transkribieren.
Diese praktische Arbeit kann aber nur dann zu sinnvollen Ergebnissen führen,
wenn
- die theoretischen Aspekte des Transkribierens bewusst gemacht werden
- unterschiedliche Transkriptionssysteme (z.B. GAT, HIAT, Jefferson) bekannt
sind
- eine Reihe technischer Hilfsmittel (v.a. entsprechende Software) beherrscht
werden.
Parallel zum Transkribieren werden wir uns also sowohl mit den theoretischen
Aspekten als auch mit einigen Transkriptionssystemen befassen. Geeignete Software
wird – im Rahmen des zeitlich Möglichen – vorgestellt und
ihre Anwendung geübt.
Teilnahmevoraussetzungen:
1. Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft I und II
oder
Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft I und Einführung
in die Gesprächsanalyse
2. Anfertigung eines Transkripts eines mindestens 5-minütigen Gesprächsausschnitts
bis spätestens zum Ende der ersten Semesterwoche.
Das Gesprächsmaterial nehmen Sie selbst auf, entnehmen es vorhandenen
Korpora (z.B. SCHALL: http://www.lobos-home.de/schall/contact/) oder bekommen
es von mir (weber@germanistik.uni-halle.de) bereitgestellt.
maximale Teilnehmerzahl: 40
Weitere Informationen finden Sie ab Ende März unter: http://www.germanistik.uni-halle.de/weber
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Sprachwissenschaft im 20. Jahrhundert
2 SWS/ V GS/HS
G. Antos
Löwengebäude, Hörsaal XIII
Do 10-12
MA/LAG/LAS/BliK wobl.
In der Vorlesung soll ein historisch orientierter Blick auf Theoretiker, Schulen
und Entwicklungen der Sprachwissenschaft im 20. Jahrhundert geboten werden
(Strukturalismus, Funktionalismus der „Prager Schule“, amerikanischer
Distributionalismus, Dependenzgrammatik, Generative Transformationsgrammatik
und kognitive Linguistik, Sprechakttheorie und Pragmatik).
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Website-Erstellung und –Pflege mit einem
Web-CMS
2 SWS/ thematisches Ps im GS
J.Wagner/D.Wilms/G. Böhme
Luisenstr. 2, Raum 5
Termine in Absprache
MA/LAG/LAS/BliK wobl./wahl.
Das projekt- und praxisorientierte Seminar testet den Einsatz eines Content Management Systems, welches am Institut für Informatik der Martin-Luther-Universität entwickelt wurde. Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden die Webpräsentationen des Germanistischen Instituts und des Studienganges „Interkulturelle Wissenskommunikation“ inhaltlich überarbeitet, (text-)optimiert und in das Redaktionssystem überführt.
Interessenten treffen sich am Mittwoch, dem 07.04.2004, 12.00 Uhr, in der Luisenstraße, Raum 2.
Teilnahmebeschränkung:
- 5 Studierende Germanistische Sprachwissenschaft
- 5 Studierende Interkulturelle Wissenskommunikation (BLIK)
Weitere Informationen unter http://www.germanistik.uni-halle.de/wagner/cms
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Angewandte Linguistik II
2 SWS/ thematisches Ps im GS
G. Antos
Luisenstraße 2, Raum 5
Do 14-16
MA/LAG/LAS/BliK wobl.
Das Proseminar dient der Vertiefung der in der Vorlesung im WS 03/04 behandelten
Fragestellungen. Bei besonderen Leistungen können auch HS-Scheine erworben
werden.
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Sondersprachen
2 SWS/ thematisches Ps im GS
G. Schuppener
Luisenstraße 2, Raum 5
Do 14-16
MA/LAG/LAS wobl./wahl.
Sondersprachen im engeren Sinne haben in der jüngeren Vergangenheit zunehmende
Aufmerksamkeit erfahren. Die Sondersprachenforschung befasst sich mit den
sprachlichen Varietäten sozialer (Rand-) Gruppen. Das Seminar soll zunächst
in die Theorie der Sondersprachen einführen und dann einen Überblick
über das Spektrum dieser Varietäten bieten.
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Sprache des Nationalsozialismus
2 SWS/ thematisches Ps im GS
G. Schuppener
Luisenstraße 2, Raum 5
Do 16-18
MA/LAG/LAS wobl./wahl.
Der Philologe Klemperer veröffentlichte nach dem 2. Weltkrieg eine Monographie
mit dem Titel „LTI“, die sich mit Besonderheiten der Sprache des
Nationalsozialismus befasst. Dieses Werk soll eine Grundlage für die
Beschäftigung mit den Charakteristika der NS-Sprache bilden. Daneben
werden auch Ergebnisse der Totalitarismusforschung vorgestellt.
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Stilistik
2 SWS/ einführendes Ps im GS
J. Wagner
Melanchthonianum, Hörsaal XVI
Fr 08-10
MA/LAG/LAS/BliK wobl./wahl.
Stil kann sich in unserer Umgangssprache auf unterschiedlichste Phänomene
beziehen. Wir sprechen von einem rücksichtslosen Fahrstil, sagen, dass
jemand etwas im großen Stil tut, beklagen uns über schlechten Stil
und empfinden Dinge als stilecht oder Stilbruch.
Die linguistische Stilistik beschäftigt sich mit dem sprachlichen Stil,
d.h. mit dem ‚Wie‘ des Sprachgebrauchs zu verschiedenen praktischen
Zwecken und in unterschiedlichen Kontexten.
Das Seminar behandelt das komplexe Phänomen Stil zunächst nach den
verschiedenen Auffassungen und Beschreibungen bzw. Theorien, die sprachlichen
Stil erklären. Danach werden Grundkategorien der Stilistik vorgestellt
und erörtert sowie verschiedene Methoden der Stilanalyse und ihr Instrumentarium
beschrieben, diskutiert und vor allem: praktisch erprobt.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
Weitere Informationen unter http://www.germanistik.uni-halle.de/wagner/stilistik
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Einführung in die Germanistische Sprachwissenschaft
II
2 SWS/ GS
J. Wagner
Melanchthonianum, Hörsaal B
Fr 10-12
MA/LAG/LAS obl.
Sprache wird im ersten Teil der Einführung vor allem unter systematischen
Gesichtspunkten beschrieben. Im zweiten Teil soll sie nun als ein soziales
und psychologisches Phänomen thematisiert werden. Inhaltliche Schwerpunkte
der Lehrveranstaltung sind:
- Sprache – sprachliches Handeln – soziale Interaktion;
- soziale Inhomogenität von Sprache;
- Sprache und Kognition.
Die Einführung II dient außerdem dazu, die Studierenden mit Grundregeln
des wissenschaftlichen Schreibens bekannt zu machen.
Die Lehrveranstaltung wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Teilnahmevoraussetzung(en): Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft
I
Weitere Informationen unter http://www.germanistik.uni-halle.de/wagner/einfuehrung2
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Einführung in die Germanistische Sprachwissenschaft
II
2 SWS/ GS
J. Wagner
Melanchthonianum, Hörsaal B
Fr 12-14
MA/LAG/LAS obl.
Sprache wird im ersten Teil der Einführung vor allem unter systematischen
Gesichtspunkten beschrieben. Im zweiten Teil soll sie nun als ein soziales
und psychologisches Phänomen thematisiert werden. Inhaltliche Schwerpunkte
der Lehrveranstaltung sind:
- Sprache – sprachliches Handeln – soziale Interaktion;
- soziale Inhomogenität von Sprache;
- Sprache und Kognition.
Die Einführung II dient außerdem dazu, die Studierenden mit Grundregeln
des wissenschaftlichen Schreibens bekannt zu machen.
Die Lehrveranstaltung wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Teilnahmevoraussetzung(en): Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft
I
Weitere Informationen unter http://www.germanistik.uni-halle.de/wagner/einfuehrung2
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Entwicklung des deutschen Wortschatzes
2 SWS/ V in GS/HS
G. Schuppener
Melanchthonianum, Hörsaal XV
Mi 16-18
MA/LAG/LAS wobl.
Den Einstieg der Vorlesung bildet die Klärung wesentlicher Grundbegriffe
der Lexikologie. Ferner werden zunächst zentrale Prinzipien dargestellt,
die Veränderungen des Wortschatzes zugrunde lie-gen können.
Auf dieser Grundlage soll ein Überblick über wichtige Etappen der
Entwicklung des deutschen Wortschatzes gegeben werden. Dabei soll insbesondere
die Rolle von Sprache als kulturelles Ge-dächtnis betrachtet werden.
Weiterhin wird dem Kontakt mit anderen Sprachen (vor allem Englisch und Französisch)
und Kulturen besondere Aufmerksamkeit gewidmet, dies nicht nur in historischer
Hinsicht, sondern auch mit Blick auf die Gegenwart.
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Semiotik der Printmedienwerbung
2 SWS/ Ps im GS
R. Opilowski
Luisenstr. 2
(14täglich jeweils montags und dienstags)
montags, 14-16: 19.04. / 03.05. / 17.05. / Pfingstmontag / 14.06. / 28.06.
/ 12.07.
dienstags, 12-14: 20.04. / 04.05. / 18.05. / 01.06. / 15.06. / 29.06. / 13.07.
MA/LAG/LAS/ wobl.
Die Printmedienwerbung, d. h. die Presse- und Außenwerbung bedient
sich der unterschiedlichen semiotischen Kodes, die im Zeichenprozess (Semiose)
informativ-appellative Werbetexte konstituieren. Die Beschreibung der Semiotik
in der Werbung hat zum Ziel, diese einzelnen semiotischen Kodes aufzudecken,
ihre Hierarchie für die Werbung aufzustellen und ihr gemeinsames Zusam-menwirken
im Textganzen zu charakterisieren. Bei dem dominanten Kodepaar 'Text und Bild'
rich-tet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Wechselbeziehungen und
auf die dadurch entstande-nen Bedeutungskomplexe. Im Weiteren wendet sich
das Proseminar ebenfalls anderen Kodes zu, die aus dem sprachlichen und visuellen
Kode abgeleitet sind oder auch autonom funktionieren. Im Mittelpunkt der semiotischen
Beobachtung stehen insofern Farben, Schrifttypen, Anordnung der Werbeteile,
Papiergestalt und –qualität, Düfte und Gegenstände, die
zum effektiven Werbeauftritt entsprechend inszeniert werden. Aus dem semiotischen
Blick auf die Werbung ergibt sich dabei die Beschäftigung mit den Argumentationsarten,
der Ästhetik und der sog. "wilden Semiose".
Der praktische Einsatz der Werbesemiotik wird an den Textbeziehungen (Intertextualität)
in der Werbung überprüft. Ausgehend vom erweiterten semiotischen
Verständnis der Intertextualität be-zieht sich die Werbung auf verschiedene
festgeprägte Texte und Bilder. Am Beispiel einer konkre-ten Werbestrategie
wird demnach nicht nur die Einbettungsart dieser ‚fremden’ Texte
und Bilder in die Werbung überlegt, sondern die Rolle der begleitenden
Farben, Schrifttypen und –größe, der räumlichen Anordnung
etc. für die Durchführung dieser intertextuellen Relationen analysiert.
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