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ALTGERMANISTIK - Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Literatur des hohen Mittelalters: Minnesang
2 SWS/ Ps GS
D. Goller
Herweghstr. 96, ÜR A
Mo 10-12
MA/LAG/LAS wobl.
saget mir ieman, waz ist minne(-sang)? Dieser Frage werden sich die SeminarteilnehmerInnen
im Seminar mit unterschiedlichen literaturwissenschaftlichen Herangehensweisen
nähern. Neben einer chronologischen Betrachtungsweise sollen die verschiedenen
Liedtypen vor allem unter dem Aspekt der jeweils dargestellten Mann-Frau Beziehung,
dem damit projizierten Bild der Frau untersucht werden. Eine bedeutende Rolle
spielt dabei die jeweils präsentierte Argumentationsstruktur des Lyrischen-Ichs.
Nicht vergessen werden im Seminar die Betrachtung der historischen Aufführungspraxis
und der Textüberlieferung. Ausgangspunkt hierfür sind jeweils die
Lieder der klassischen Autoren Heinrich von Morungen, Reinmar, Hartmann von
Aue, Wolfram von Eschenbach, Walther von der Vogelweide und Neidhart, Seitenblicke
sind erwünscht.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Kenntnis des Kap.
8.1: Minnesang. In: Hilkert Weddige: Einführung in die germanistische
Mediävistik. München 2001, die in der ersten Sitzung des Seminars
überprüft wird.
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Einführung in die historische Sprachbetrachtung des Deutschen (Althochdeutsch/Mittelhochdeutsch)
2 SWS/ Ps GS
A. Seidel
Herweghstr. 96, ÜR A
Mo 12-14
MA/LAG/LAS obl. f. MA Sprachw.
wobl. f. LA
Das Seminar bietet anhand der Sprachperioden des Alt- und Mittelhochdeutschen
eine Einführung in wesentliche Inhalte und Methoden der historischen
Sprachwissenschaft. Im Mittelpunkt steht die Betrachtung der phonologischen
und grammatischen Verhältnisse der beiden genannten Sprachstufen, wobei
auch auf die älteren Sprachzustände des Germanischen und Indogermanischen
zurückgegriffen wird, wenn durch sie die sprachliche Entwicklung durchschaubarer
gemacht werden kann. Zugleich wird in die wichtigsten wissenschaftlichen Hilfsmittel
zur deutschen Sprachgeschichte (Grammatiken und Wörterbücher) eingeführt
und die Fähigkeit zu ihrer Anwendung vermittelt. Das Seminar schafft
somit einerseits die Voraussetzung für ein historisches Verständnis
des Neuhochdeutschen und liefert andererseits die Grundlage für das selbständige
Übersetzen aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen.
Dieses Seminar ist obligatorisch für Studierende des Magisterstudiengangs
Germanistische Sprachwissenschaft und wahlweise obligatorisch für Studierende
der Lehramtsstudiengänge, wobei die Teilnahme im Hinblick auf die Zwischenprüfung
ausdrücklich empfohlen wird. Das Seminar liefert wesentliche Grundlagen
für den Besuch der Lehrveranstaltung Einführung in die germanistische
Mediävistik.
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Von den Handschriften zur Edition Kollationierung, Textkritik und
Textausgabe des 'Jüngeren Titurel’ Albrechts von Scharfenberg
2 SWS/ Ps GS
N.N.
Herweghstr. 96, ÜR B
Mo 14-16
MA/LAG/LAS wobl.
Mittelalterliche Texte liegen nicht in einer vom Dichter autorisierten Form
sondern in einzelnen Textzeugnissen (vollständige Handschriften und/
oder Fragmente) oft verschiedener Schreiber vor. Soll dieser Text ediert werden,
stellt das den Bearbeiter vor zahlreiche anspruchsvolle Aufgaben, die sich
von den Methoden der Edition eines neuzeitlichen Textes unterscheiden. In
diesem Seminar sollen ausgehend von einer Auswahl an Handschriften aus verschiedenen
Sprach- und Zeiträumen des sog. Jüngeren Titurel des Albrecht von
Scharfenberg die einzelnen Schritte unterschiedlicher philologischer Verfahren
erarbeitet, diskutiert und angewendet werden. Ziel ist es, Passagen der Handschriftentexte
in einer textkritischen Editionsvorlage darzustellen.
Der Jüngere Titurel ist ca. zwischen 1260 und 1280/90 entstanden und
stellt das umfangreichste weltliche Erzählwerk des 13. Jahrhunderts dar.
Stoffliche Grundlage und somit Ausgangspunkt dieses Werkes bilden die Titurel-Fragmente
Wolframs von Eschenbach. Trotz seines enormen Umfangs (50.000 Verse) ist das
Werk ab 1300 überaus breit rezipiert worden: mit über 60 Textzeugen
ist es das am reichsten überlieferte Epos des 13. Jahrhunderts.
Es können Teilnahme- und Leistungsscheine für das Grundstudium erworben
werden.
Literatur:
Alte und neue Philologie. Hrsg. von Martin-Dietrich Gleßgen u. Franz
Lebsanft. Kongress: Kolloquium "Alte und neue Philologie"; (Jena):
1995. Tübingen: Niemeyer, 1997. (Beihefte zu Editio ; 8)
Bein, Thomas: Textkritik - eine Einführung in Grundlagen der Edition
altdeutscher Dichtung. Göppingen: Kümmerle, 1990. (Göppinger
Arbeiten zur Germanistik ; 519)
Bischoff, Bernhard: Paläographie des römischen Altertums und des
abendländischen Mittelalters. Berlin: Schmidt, 1979. (Grundlagen der
Germanistik ; 24)
Probleme mittelalterlicher Überlieferung und Textkritik. Oxforder Colloquium
1966. Hrsg. von Peter F. Ganz und Werner Schröder. Kongress: Oxforder
Colloquium; Oxford 1966. Berlin: Schmidt, 1968.
Schneider, Karin: Paläographie und Handschriftenkunde für Germanisten:
eine Einführung. Tübingen: Niemeyer, 1999.
http://www.uni-marburg.de/hosting/census/welcome.html
Bumke, Joachim (1973): Titurelüberliefrung und Titurelforschung. In:
ZdfA 102/1973. S. 147- 188.
Huschenbett, Dietrich (1977): Albrecht, Dichter des ‘Jüngeren Titurel'.
In: Verfasserlexikon 1, S. 158-173.
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Der Sachsenspiegel. Sprache und Kulturgeschichte eines mittelalterlichen Rechtsbuches
2 SWS/ Ps GS
N.N.
Herweghstr. 96, ÜR B
Di 16-18
MA/LAG/LAS wobl.
Unter den deutschsprachigen Rechtsbüchern ist der zwischen 1220 und 1235
entstandene Sachsenspiegel das älteste und wird, besonders im Hinblick
auf seine Verbreitung, als das bedeutendste angesehen. Einzelne Rechtsnormen
des Sachsenspiegels haben in großen Gebieten Mittel- und Osteuropas
über Jahrhunderte und teilweise bis in das 19. Jahrhundert Geltung gehabt.
Der Verfasser des Sachsenspiegels Eike von Repgow hat in seiner Privatarbeit
eine Reihe von bis dahin mündlich tradierten Regelungen zu Land- und
Lehnrecht in elbostfälischem Mittelniederdeutsch seines Heimat- und Wirkungsbereiches
abgefasst. Das verhältnismäßig schnell in einem natur- und
kulturräumlich heterogenen Gebiet und beiderseits eines Interferenzraumes
vom Mittelniederdeutschen zum Mittelhochdeutschen verbreitete Rechtsbuch ist
allerdings bereits im 13. Jahrhundert in verschiedenen Schreibdialekten geschrieben
worden. Ein Schwerpunkt des Seminars soll daher auf der Betrachtung charakteristischer
regionalsprachlicher (dialektaler) Merkmale einzelner Handschriften des Sachsenspiegels
unter Bezugnahme auf Schreibsprachen weiterer zeitgenössischer Quellen
liegen. Neben dieser Problemstellung werden Fragestellungen zur Textstruktur,
zur frühen juristische Fachsprache, zu den vier Bilderhandschriften (Text-Bild-Relation)
und zur kulturhistorischen Einordnung des hochmittelalterlichen Sachsenspiegels
Beachtung finden.
Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung ausgelegt.
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Einführung in die germanistische Mediävistik (in zwei Parallelseminaren)
2 SWS/ Ps GS
A. Seidel/D. Goller
Mi 12-14 Herweghstr. 96, ÜR A (A. Seidel)
Di 10-12 Löwengebäude, Hörsaal XIII (D. Goller)
MA/LAG/LAS wobl./obl.
Das Seminar will die Studierenden an ausgewählte Grundpositionen zur
Betrachtung von Literatur, Geschichte und Kunst im Mittelalter heranführen
und sie gleichzeitig zum selbständigen Umgang mit mittelalterlichen Texten
befähigen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen folgende Schwerpunkte:
Überlegungen zum Begriff der germanistischen Mediävistik, Textüberlieferung
und Textkritik, Grundlagen der mittelalterlichen Gesellschaft und Kultur,
mittelalterliche Hermeneutik, Metrik, Gattungen (Minnesang, Heldenepik, höfischer
Roman). Durch eine intensive Lektüre literarischer Texte soll das Verständnis
für Sprache und Kultur des deutschen Mittelalters erleichtert und gefördert
werden. In diesem Zusammenhang werden sowohl das Übersetzen als auch
die Arbeit mit dem Wörterbuch zu üben sein. Wünschenswert ist
der erfolgreiche Besuch der Lehrveranstaltung Einführung in die historische
Sprachbetrachtung des Deutschen (Althochdeutsch/Mittelhochdeutsch).
Das Seminar ist obligatorisch für Studierende des Magisterstudienganges
Germanistische Literaturwissenschaft und wahlweise obligatorisch für
Studierende der Lehramtsstudiengänge, wobei die Teilnahme im Hinblick
auf die Zwischenprüfung ausdrücklich empfohlen wird.
Literatur: Hilkert Weddige, Einführung in die germanistische Mediävistik,
3. Aufl. München 2001.
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Einführung in die althochdeutsche Sprache und Literatur
2 SWS/ Ps GS
A. Seidel
Herweghstr. 96, ÜR C
Mi 10-12
MA/LAG/LAS wobl.
Das Seminar möchte einen Überblick über die Anfänge der
deutschsprachigen Literatur geben und vor allem auf die volkssprachige Schriftlichkeit
Bezug nehmen. Ausgehend von einer sprachhistorischen Periodisierung des Althochdeutschen
soll der Zeitraum von 750 bis 1050 beschrieben und durch eine intensive Lektüre
erfasst werden. Im Seminar wird eine repräsentative Auswahl von Texten
gelesen, die sowohl christliche als auch heidnische Vorstellungen vermitteln.
Dazu zählen Zaubersprüche (z. B. die Merseburger Zaubersprüche)
und Segensformeln (z. B. magische Sprüche bzw. Besprechungsformeln zur
Abwehr von Krankheiten und Schmerzen) sowie Evangelienharmonien (Tatian und
Otfrid von Weißenburg) und Texte zur christlichen Lehre, Kosmogonie
und Eschatologie (z. B. Ezzolied, Wessobrunner Gebet, Muspilli). Neben dem
Preislied (Ludwigslied) wird auch das Hildebrandslied, das einzige Denkmal
deutschsprachiger Heldendichtung vor der Aufzeichnung des Nibelungenliedes,
behandelt. In die Diskussion werden Fragen zu Überlieferungsformen und
Gattungen, zur christlichen Missionierung und germanischen Mythologie, zu
Heldendichtung und Magie einbezogen.
Literatur:
Althochdeutsches Lesebuch zusammengestellt und mit einem Wörterbuch versehen
von Wilhelm Braune, 17. Auflage bearbeitet von Ernst A. Ebbinghaus, Tübingen
1994.
Althochdeutsche poetische Texte, ausgewählt, übersetzt und kommentiert
von Karl A. Wipf, Stuttgart 1992.
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Einführung in die historische Linguistik
2 SWS/ V GS
H.-J. Solms
Melanchthonianum, Hörsaal XVI
Do 8-10
MA/LAG/LAS wobl.
Im Lehrprogramm der Altgermanistik werden im regelmäßigen Turnus
jeweils zwei Grundvorlesungen angeboten: Historische Linguistik und Germanistische
Mediävistik. Beide Vorlesungen bieten einen Überblick über
die zentralen Gegenstände des Faches. In den zugeordneten Proseminaren
(Einführung in die historische Sprachbetrachtung des Deutschen, Einführung
in die germanistische Mediävistik) werden ausgewählte Fragestellungen
vertiefend behandelt und eingeübt. Die Grundvorlesungen sind zudem prüfungsrelevant,
da die Inhalte Bestandteile der Zwischenprüfung sind.
Die 'Historische Linguistik des Deutschen’ liefert einen Überblick
über alle maßgeblichen sprachgeschichtlichen Prozesse (insbesondere
aus dem Laut- und Formenbereich) der deutschen Sprache (unter Einschluss der
germanischen Vorstufen), die einzelnen sprachgeschichtlichen Perioden werden
ebenso thematisiert wie die wissenschaftsgeschichtlich wesentlichen Beschreibungs-
und Erklärungsansätze (u.a. Stammbaumtheorie, Wellentheorie, Junggrammatiker,
Glottochronologie, Diachronie vs. Synchronie); selbstverständlich wird
auch die sprachgeschichtliche Terminologie angemessen besprochen. In der Veranstaltung
kann ein Teilnahmeschein erworben werden.
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Deutsche Sachprosa des späten Mittelalters
2 SWS/ Hs HS
O. Pfefferkorn
Herweghstr. 96, ÜR A
Do 14-16
MA/LAG/LAS wobl.
Die deutschsprachige Sachprosa erlebte im späten Mittelalter einen bedeutenden
Aufschwung. Hinsichtlich ihrer Verbreitung war sie der Dichtung weit überlegen.
Das Seminar gibt zunächst einen Überblick über die vielfältigen
Erscheinungsformen dieser Literatur. Im Mittelpunkt steht die sog. Artes-Literatur,
die sich auf die drei Artes-Reihen der scholastischen Wissenschaftslehre des
Mittelalters bezieht: die artes liberales, die artes mechanicae (z.B.: Handwerk,
Seefahrt und Handel, Landbau und Haushalt) und die artes magicae (Magie und
Mantik). Der umfangreichere zweite Teil des Seminars beschäftigt sich
mit der Analyse ausgewählter Texte. Diskutiert werden Probleme ihrer
Gebrauchs- und Textspezifik, besonders die Frage, welche Methoden der Wissensaufbreitung
und Wissensvermittlung die Verfasser in ihren Texten umsetzten. So sollen
u.a. die folgenden Texte betrachtet werden: Konrads von Megenberg Buch der
Natur, Hans Hartliebs Gedächtniskunst, Vickos von Geldersen Handlungsbuch,
das Kochbuch der Sabina Welserin, Meister Albrants Rossarzneibuch, Ulrich
Molitors Hexenbüchlein.
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Dialektgeographie
2 SWS/ Hs HS
H.-J. Solms/A. Seidel
Herweghstr. 96, ÜR A
Fr 08-10
MA/LAG/LAS wobl.
Sachsen-Anhalt weist eine dialektgeografische Heterogenität auf, die
kaum in einem anderen Bundesland anzutreffen ist. Verschiedene Sprachbarrieren
bzw. Isoglossen verlaufen quer durch das Territorium und zerschneiden es geradezu,
wie z. B. die markanteste Sprachgrenze, die sog. maken-machen-Linie, die den
niederdeutschen vom hochdeutschen Sprachraum trennt. Zahlreiche Mundarten
wie z. B. Altmärkisch, Brandenburgisch, Elbostfälisch, Ostmitteldeutsch,
Anhaltisch, Thüringisch und Obersächsisch prägen dieses Gebiet.
Im Mittelpunkt des Seminar stehen ausgewählte Dialekte, die in eigenen
empirischen Arbeiten erfasst und hinsichtlich ihrer Abgrenzung nach grammatischen
und lautlichen Aspekten betrachtet werden. In Exkursionen vor Ort, durch Interviews
und Gespräche mit Mundartsprechern sollen neben theoretischen Erkenntnissen
auch praktische Erfahrungen gesammelt, dokumentiert und ausgewertet werden.
Vorbereitung:
Alle Seminarteilnehmer untersuchen zur Vorbereitung auf das Seminar bereits
während der Semesterpause an einem selbstgewähltem Beispiel (z.
B. Heimatort, bzw. –kreis, Wohn- oder Geburtsort) dialektale Besonderheiten
bzw. Merkmale. Die Ergebnisse werden im ersten Seminar vorgelegt und bilden
die Grundlage weiterer Untersuchungen. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt bei
einer konstituierenden Sitzung (siehe Aushang) am Ende des Wintersemesters,
die gleichzeitig der Themenabstimmung und Vorbereitung dient.
Literatur:
Dialektologie, Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektforschung,
2 Bde., hg. von Werner Besch u. a. (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft,
Bd. 1.1, 1.2) Berlin, New York 1982, 1983.
Niebaum, Hermann, Jürgen Macha, Einführung in die Dialektologie
des Deutschen, Germanistische Arbeitshefte 37, Tübingen 1999.
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Grundkurs christlicher Motive in der Kulturgeschichte anhand ausgewählter
Literatur des Mittelalters (Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät)
2 SWS/ V GS/HS
H. Goltz, D. Goller, H. von Lips, I. von Lips, H.-J. Solms, K. Tanner, A.
Zimmermann
Theolog. Fakultät/Franckeplatz 1, Haus 30, Hörsaal I
Fr 10-12
MA/LAG/LAS wobl.
Zum dritten Mal wird in Zusammenarbeit zwischen der theologischen Fakultät
und der Altgermanistik, die für Hörer aller Fakultäten offene
Veranstaltung angeboten. Sie liefert bibelphilologisches und theologisches
Grundlagenwissen, das für das Verstehen (nicht nur) mittelalterlicher
Literatur unabdingbar ist. Gemäß der interdisziplinären Ausrichtung
des Kurses werden die einzelnen Veranstaltungen jeweils von verschiedenen
Lehrenden abgehalten.
Inhaltliche Aspekte sind die Einführung in den spezifischen, symbolischen
Kommunikationsmodus der Bibel unter besonderer Beachtung der Zeit des Mittelalters
und ein bibelphilologischer Durchgang. Den Schwerpunkt der Vorlesung bildet
die spezifisch interdisziplinäre Beleuchtung exemplarischer Textstellen
aus den Werken zentraler mittelhochdeutscher Autoren (Mechthild von Magdeburg,
Hartmann von Aue, Gottfried von Straßburg, Wolfram von Eschenbach).
Dies geschieht neben einer Verbindung von Text und Bibelstelle unter Einbezug
von literarischer und kunstgeschichtlicher Rezeption.
Die zentralen Textstellen werden in einem Reader zur ersten Veranstaltung
bereitgestellt.
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