Kommentiertes Vorlesungs- und Seminarverzeichnis Wintersemester 2004/05
Abteilung Altgermanistik


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Gesamtstundenplan der Germanistik

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  Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
 08.00       Solms
V: Einführung in die germanistische Mediävistik
Melanchthonianum,
HS XVI

Solms
HS: Hallesche Stadtsprache
Herweghstr. 96,
ÜR A

 10.00 Goller
PS: Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen: 'Die halbe Birn'
Herweghstr. 96,
ÜR A
Goller
PS: Einführung in die germanistische Mediävistik
Löwengebäude, Hörsaal XIII

Seidel
PS: Volksbücher
Herweghstr. 96,
ÜR C
   
 12.00 Seidel
PS: Einführung in die historische Sprachbetrachtung des Deutschen (Althoch-/ Mittelhochdeutsch)
Herweghstr. 96,
ÜR A
  Seidel
PS: Einführung in die historische Sprachbetrachtung des Deutschen (Althoch-/ Mittelhochdeutsch)
Herweghstr. 96,
ÜR C
  Pfefferkorn
HS: Historische Valenzforschung
Herweghstr. 96,
ÜR A
 14.00       N.N.
PS: Paläographie: Einführung in die Handschriftkunde
Herweghstr. 96,
ÜR C
 
 16.00   N.N.
PS: Mittelniederdeutsche Originalurkunden des 13. Jhd´s
Herweghstr. 96, ÜR C
     


Weitere Veranstaltungen

Solms/Goller
HS: Gottfried von Straßburg 'Tristan'
2 SWS, Ort und Zeit wird durch Aushang bekannt gegeben.



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ALTGERMANISTIK - Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen: ´Die halbe Birn´
2 SWS/ Ps GS
D. Goller
Herweghstr. 96, ÜR A
Mo 10-12
MA/LAG/LAS wobl.

„Ein mächtiger König hatte eine schöne Tochter ...“, natürlich kann diese nur den tapfersten Ritter des Turniers zum Manne bekommen. Doch was, wenn sich dieser sich nicht gemäß der höfischen Etikette im Hinblick auf eine ungeschälte Birnenhälfte verhält? Dieser Frage sowie der Rolle eines gestäupten Minnedorns im weiteren Handlungsverlauf soll in diesem Seminar nachgegangen werden.
Die Veranstaltung ist primär zur Verbesserung der Übersetzungsfähigkeit aus dem Mittelhochdeutschen gedacht. Gleichzeitig können an diesem Text zentrale Themen der höfischen Literatur wie z.B. die Macht der Frau Minne thematisiert werden. Das Seminar ist für Hörer aller Semester offen und empfehlenswert, auch zur Prüfungsvorbereitung (der vorherige Besuch eines altgermanistischen Einführungsseminars wird dringend empfohlen!). Der ca. 500 Verse umfassende Text wird als zu erwerbender Reader in der ersten Seminarsitzung zur Verfügung gestellt.

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Einführung in die historische Sprachbetrachtung des Deutschen (Althochdeutsch/Mittelhochdeutsch)
2 SWS/ Ps GS
A. Seidel
Mo 12-14 in Herweghstr. 96, ÜR A
Mi 12-14 in Herweghstr. 96, ÜR C
MA/LAG/LAS obl. f. MA Sprachw.
wobl. f. LA

Das Seminar bietet anhand der Sprachperioden des Alt- und Mittelhochdeutschen eine Einführung in wesentliche Inhalte und Methoden der historischen Sprachwissenschaft. Im Mittelpunkt steht die Betrachtung der phonologischen und grammatischen Verhältnisse der beiden genannten Sprachstufen, wobei auch auf die älteren Sprachzustände des Germanischen und Indogermanischen zurückgegriffen wird, wenn durch sie die sprachliche Entwicklung durchschaubarer gemacht werden kann. Zugleich wird in die wichtigsten wissenschaftlichen Hilfsmittel zur deutschen Sprachgeschichte (Grammatiken und Wörterbücher) eingeführt und die Fähigkeit zu ihrer Anwendung vermittelt. Das Seminar schafft somit einerseits die Voraussetzung für ein historisches Verständnis des Neuhochdeutschen und liefert andererseits die Grundlage für das selbständige Übersetzen aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen.
Dieses Seminar ist obligatorisch für Studierende des Magisterstudiengangs Germanistische Sprachwissenschaft und wahlweise obligatorisch für Studierende der Lehramtsstudiengänge, wobei die Teilnahme im Hinblick auf die Zwischenprüfung ausdrücklich empfohlen wird. Das Seminar liefert wesentliche Grundlagen für den Besuch der Lehrveranstaltung Einführung in die germanistische Mediävistik.

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Einführung in die germanistische Mediävistik
2 SWS/ Ps GS
D. Goller
Löwengebäude, Hörsaal XIII
Di 10-12
MA/LAG/LAS wobl./obl.

Das Seminar will die Studierenden an ausgewählte Grundpositionen zur Betrachtung von Literatur, Geschichte und Kunst im Mittelalter heranführen und sie gleichzeitig zum selbständigen Umgang mit mittelalterlichen Texten befähigen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen folgende Schwerpunkte: Überlegungen zum Begriff der germanistischen Mediävistik, Textüberlieferung und Textkritik, Grundlagen der mittelalterlichen Gesellschaft und Kultur, mittelalterliche Hermeneutik, Metrik, Gattungen (Minnesang, Heldenepik, höfischer Roman). Durch eine intensive Lektüre literarischer Texte soll das Verständnis für Sprache und Kultur des deutschen Mittelalters erleichtert und gefördert werden. In diesem Zusammenhang werden sowohl das Übersetzen als auch die Arbeit mit dem Wörterbuch zu üben sein. Wünschenswert ist der erfolgreiche Besuch der Lehrveranstaltung Einführung in die historische Sprachbetrachtung des Deutschen (Althochdeutsch/Mittelhochdeutsch).
Das Seminar ist obligatorisch für Studierende des Magisterstudienganges Germanistische Literaturwissenschaft und wahlweise obligatorisch für Studierende der Lehramtsstudiengänge, wobei die Teilnahme im Hinblick auf die Zwischenprüfung ausdrücklich empfohlen wird.
Literatur:
Hilkert Weddige, Einführung in die germanistische Mediävistik, 3. Aufl. München 2001.

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Mittelniederdeutsche Originalurkunden des 13. Jhd´s
2 SWS/ Ps GS
N.N.
Herweghstr. 96, ÜR C
Di 16-18
MA/LAG/LAS wobl.

Das ‚Corpus der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300’ enthält den größten Teil der deutschsprachigen Urkundenüberlieferung des 13. Jahrhunderts. Lexikographisch wird das ‚Corpus’ durch das ‚Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache’ erschlossen. Zahlreiche Forschungsarbeiten und Studien zur mittelhochdeutschen Grammatik beziehen sich auf mittelhochdeutschen Urkunden des ‚Corpus’. Bisher weniger Beachtung findet die relativ kleine Gruppe von Originalurkunden in mittelniederdeutscher Schreibsprache.
Im Proseminar sollen die mittelniederdeutschen Urkunden des ‚Corpus’ zusammengestellt und analysiert werden. Im Hinblick auf zeitliche, dialektale und grafische Divergenzen mittelniederdeutscher Schreibsprache stehen Schreibvarietäten im Zentrum der Betrachtung. Vor allem in bezug auf Fragestellungen zur Makrostruktur und zur Wiedergabe makrostruktureller Elemente in Editionen empfehlen sich Vergleiche mit den Urkundenoriginalen in Archiven.
Literatur:
Corpus der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300. begr. u. hrsg. von Friedrich Wilhelm. fortgef. von Richard Newald und Helmut de Boor. 6 Bände. Lahr 1932 – 1986.

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Volksbücher
2 SWS/ Ps GS
A. Seidel
Mi 10-12
Herweghstr. 96, ÜR C
MA/LAG/LAS wobl.

Im 15. und 16. Jahrhundert entstanden zahlreiche Volksbücher, die in erster Linie der Unterhaltung und Belehrung dienten. Mehr als 70 deutsche Titel, die sich z. T. bis ins 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten, sind in über 700 Ausgaben nachweisbar. Durch Buchdruck und Aufschwung des Bildungswesens wuchs der Leserkreis rasch an und erreichte neben Adel und Patriziat zunehmend das Städtebürgertum. Letztendlich erfuhren die Volksbücher durch die Veränderung sozialer und kultureller Bedingungen eine breite Wirksamkeit. Neben den noch heute bekannten Volksbüchern und ihren Protagonisten (z. B. Eulenspiegel, Faust, Lalen und Schildbürger) gerieten andere (z. B. Fortunatus, Die schöne Magelonna, Melusine) zunehmend in Vergessenheit. Die Autoren schöpften die literarischen Stoffe aus unterschiedlichen Quellen und nutzten verschiedene Genre. Vor allem französische Romane (Elisabeth von Nassau-Saarbrücken: Hug Schapler, Loher und Maller, Thüring von Ringoltingen: Melusine), lateinische Texte (Herzog Ernst, Alexander) und mittelhochdeutsche Epen (Tristant) wurden ins Deutsche übersetzt. Im Seminar soll eine Auswahl an Texten gelesen, ihre Entstehung und unterschiedliche Überlieferung untersucht werden. In diesem Zusammenhang wird der Begriff Volksbuch, den J. Görres (Die teutschen Volksbücher, 1807) prägte, diskutiert und kommentiert.
Voraussetzung für die Seminarteilnahme ist die abgeschlossene Lektüre des Volksbuches Fortunatus, die zu Beginn des Seminars überprüft wird.
Literatur:
Fortunatus, Studienausgabe nach der Editio princeps von 1509. Mit Materialien zum Verständnis des Textes. Hrsg. von Hans-Gert Roloff, Reclam Universal-Bibliothek Nr.7721, ISBN: 3-15-007721-4, KNO-NR: 01 88 31 72.

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Einführung in die germanistische Mediävistik
2 SWS/ V GS/HS
H.-J. Solms
Melanchthonianum, Hörsaal XVI
Do 8-10
MA/LAG/LAS wobl.

Die Grundvorlesung, die den Rahmen und Hintergrund der gleichnamigen Einführungsseminare liefert, wird im Abstand von jeweils vier Semestern angeboten. Da wesentliche Inhalte der Zwischenprüfung thematisiert werden, kann die Teilnahme allen Studierenden nur dringend anempfohlen werden. Die Vorlesung widmet sich philologischen Problemen der mittelalterlichen Textüberlieferung und -edition (u.a. Paläographie, Textkritik), Fragen der mittelalterlichen Hermeneutik (‘mehrfacher Schriftsinn’) und Poetik, sie liefert einen epochen- und ‘gattungsbezogenen’ Überblick über die deutsche Literatur des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters und klärt grundlegende Fragen der soziokulturellen Voraussetzungen für die Entstehung und Ausbildung einer deutschen Literatur im Mittelalter (u.a. Prozess der Literalisierung, Bildungssystem, Bildungs’welten’).
In der Vorlesung kann ein Teilnahmeschein erworben werden. Voraussetzung: regelmäßige Teilnahme und Semesterabschlussgespräch.
Empfohlene Literatur:
Weddige, Hilkert (2003). Einführung in die germanistische Mediävistik. 5.Aufl. München: Beck.

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Paläographie: Einführung in die Handschriftenkunde
2 SWS/ Ps GS
N.N.
Herweghstraße 96, ÜR C
Do 14-16
MA/LAG/LAS wobl.

Kritische Editionen bilden meist die Arbeitsgrundlage für die Beschäftigung mit mittelalterlichen Texten im Grund- und Hauptstudium. Nur selten bietet sich die Möglichkeit am direkten Überlieferungsträger zu arbeiten, bzw. mit der Handschrift selbst, oder mit Faksimiles in Kontakt zu kommen. Anders in diesem Seminar, denn die Veranstaltung führt ein in die Handschriftenkunde des Mittelalters, vermittelt anhand ausgewählter Schriftproben die Fertigkeit, mittelalterliche Schriften zu lesen und zu bestimmen, und macht vertraut mit der Praxis der Editionstechnik. Ziel dieses praxisorientierten Seminars ist es, prominente Textzeugen aus spätmittelalterlichen Sammelhandschriften zu transkribieren und daraus eigene Editionsproben zu entwickeln.
Kopien vom Mikrofilm werden zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt.
Literatur zur Einführung:
Altgermanistische Editionswissenschaft. Hrsg. v. Thomas Bein. Frankfurt/M. (Peter Lang), 1995 (= Dokumentation Germanistischer Forschung 1).
Bein, Thomas: Textkritik. Eine Einführung in die Grundlagen der Edition altdeutscher Dichtung. Göppingen 1990 (= GAG 519).
Bischoff, Bernhard: Paläographie. In: Wolfgang Stammler (Hrsg.): Deutsche Philologie im Aufriß I,2. Berlin, Bielefeld, München 1957, Sp. 379-452.
Schneider, Karin: Paläographie/Handschriftenkunde für Germanisten. Tübingen (Niemeyer) 1999.

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Hallesche Stadtsprache
2 SWS/ Hs HS
H.-J. Solms
Herweghstr. 96, ÜR A
Fr 8-10
MA/LAG/LAS wobl.

Im Rahmen der für die germanistische Sprachgeschichte zentralen Forschungen zur Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache und der damit einhergehenden Fokussierung insbesondere des frühneuhochdeutschen Zeitraumes hat sich eine historische Stadtsprachenforschung etabliert, die zwischenzeitlich wesentliche Einsichten in die Sprach- und Kulturgeschichte zahlreicher Städte vorgelegt hat. Das besondere Interesse richtet sich dabei auf Städte des niederdeutschen Sprachraumes, bei denen zumeist im Verlauf des (späten) Frühneuhochdeutschen (16. Jh.) ein Sprachersatz (Wechsel in der Schriftlichkeit) vom Nieder- zum Hochdeutschen stattgefunden hat, bei gleichzeitigem Erhalt der niederdeutschen Mündlichkeit. Für Halle liegt die Besonderheit vor, dass schon im Verlauf des 15. Jh.s ein Übergang vom Nieder- zum Hochdeutschen auch in der Mündlichkeit stattfand, im Bereich der Schriftlichkeit sich dieser sogar schon sehr viel frühzeitiger andeutete. Dieser (schriftsprachliche) Prozess ist in einzigartiger Weise anhand der sog. Schöppenbücher nachvollziehbar.
Im Rahmen des Seminars soll in kleinen empirischen Untersuchungen die Sprachgeschichte Halles anhand einiger Überlieferungszeugen untersucht und beschrieben werden. Neben den genannten Schöppenbüchern, die den Zeitraum des 13.-15. Jh.s beschreiben lassen, soll als Sprachzeugnis des 16. Jh.s das sog. Hallesche Heiltumsbuch Gegenstand der Beschäftigung werden.
Durch Referat und schriftliche Hausarbeit kann ein Leistungsschein erworben werden. Für den Erwerb eines Teilnahmescheines wird eine kleinere Leistung im Rahmen des Seminars erbracht werden müssen (z.B. Protokoll, Kurzreferat über ca. 5-10 Min.).
Einführende Literatur:
s. die einschlägigen Artikel (u.a. zu Kanzleisprache, Frühneuhochdeutsch, Stadtsprache) in Besch, Werner et al. (1998ff.). Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. 2. Aufl. Berlin u.a. (HSK 2).

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Historische Valenzforschung
2 SWS/ Hs HS
O. Pfefferkorn
Herweghstr. 96, ÜR A
Fr 12-14
MA/LAG/LAS wobl.

Der Bezug der an der Gegenwartssprache entwickelten Valenztheorie auf historische Sprachstufen bringt eine Reihe von Problemen mit sich, die vor allem daraus resultieren, dass Valenzanalysen die Urteile kompetenter Sprecher benötigen, um eindeutige Ergebnisse zu erzielen. Diese kompetenten Sprecher existieren jedoch für frühere Sprachstufen nicht mehr, so dass das methodische Vorgehen in diesen Fällen von entsprechenden Analysen an gegenwartssprachlichem Material abweichen muss. Welche Rolle dabei der Aneignung einer Ersatzkompetenz durch die analysierenden Linguisten zukommt, ist in der historischen Valenzforschung umstritten.
Das Seminar behandelt zunächst sowohl traditionelle als auch neuere Ausprägungen der Valenztheorie und gibt weiterhin einen Überblick über bisherige Arbeiten zur historischen Valenzforschung im Bereich der Verben. Auf dieser Grundlage führen alle TeilnehmerInnen im zweiten Seminarteil anhand des Bochumer-Mittelhochdeutsch-Korpus eigene Valenzanalysen durch, wobei besonders zu berücksichtigen ist, inwieweit auch neuere Auffassungen zur Valenz (z.B. die Trennung von Valenzpotenz und Valenzrealisierung, die Unterscheidung von Mikro-, Meso- und Makrovalenz) auf historisches Material übertragen werden können.
Einführende Literatur: Vilmos Ágel, Valenztheorie, Tübingen 2000.

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Gottfried von Straßburg ´Tristan´ (Blockveranstaltung)
2 SWS/ Hs HS
H.-J. Solms, D. Goller
Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben
Blockveranstaltung
MA/LAG/LAS wobl.

Die Liebe von Tristan und Isolde als Faszinosum einer alle Konventionen sprengenden Liebe berührt die menschliche Existenz immer wieder aufs Neue. Gottfrieds fragmentarischer Tristanroman stellt eines der meistrezipierten und stets kontrovers interpretierten Werke des hohen Mittelalters dar. Die Veranstaltung soll dazu dienen, ein Überblick des literaturwissenschaftlichen Diskurses zu diesem Werk zu ermöglichen.
Das Seminar ist als Blockveranstaltung konzipiert:
- Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt. Die Einschreibliste liegt in der letzten Veranstaltungswoche und der ersten Ferienwoche bei Frau Drosdziok aus.
- Am 14.10. findet um 19.00 Uhr in der Herweghstr. eine Überprüfung der Textkenntnis als Zulassungsvoraussetzung für die Seminarteilnahme statt.
- Am 21.10. erfolgt um 19:00 Uhr die Referatvergabe.
- Die thematischen Referate werden am Wochenende vom 21.-23.01. an einem noch zu bestimmenden Ort außerhalb Halles (2 Übernachtungen dort) im Plenum des Kurses gehalten.
Zur Einführung:
Christoph Huber: Gottfried von Straßburg. Tristan und Isolde. Berlin 2000. Als Textausgabe empfiehlt sich die Reclam-Variante von Rüdiger Krohn.

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