Massenphänomene
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Masse Mensch -
Diskursive und ästhetische Strategien zur Konstruktion von Kollektiven

 

Masse Mensch
Diskursive und ästhetische Strategien zur Konstruktion von Kollektiven

Internationale Konferenz vom 19. bis 21. Mai 2006 an der
Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg

Eröffnung am 19. Mai um 14.30 Uhr
im Melanchthonianum, Universitätsplatz 9, Halle (Saale)

Das Ideal eines Kollektivs ist der freie Zusammenschluss von Menschen aufgrund einer gemeinsamen Zielsetzung. Für die Realisierung eines solchen Ideals lässt der Alltag moderner Menschen wenig Spielraum. Umso mehr tritt die Behauptung von Gemeinschaftlichkeit an die Stelle wirklicher Gemeinschaft. In unterschiedlichen Lebenslagen: in Beruf und Freizeit, als Steuerzahler, Konsument oder Autofahrer, als Katastrophenopfer oder Mitglied der Spendengemeinschaft – immerzu wird der Mensch als Teil unzähliger Gemeinschaften angesprochen, ohne ihnen je (bewusst) beigetreten zu sein oder sich mit seiner ihm zugewiesenen "kollektiven Identität" im Einklang



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zu befinden. Kollektive jedweder Art werden kaum mehr gegründet, sie werden vielmehr sprachlich konstituiert. Die Gemeinschaftlichkeit beruht auf diskursiven und ästhetischen Inszenierungen und sie besteht letztlich in diesen Inszenierungen, weshalb diese notwendig nach Fortsetzung und Wiederholung verlangen. Dies gilt unabhängig davon, wie dieser Gemeinschaftskonstrukte beurteilt werden, ob wertschätzend im Lob der "Gemeinschaftsidentität" oder kritisch in der Klage über die "Massenidentität". Die Konferenz soll dazu beitragen, die historischen Verfahrensweisen und aktuellen Muster gemeinschaftsstiftender Diskurse zu erhellen, und zwar über verschiedene Wissenschaftsgebiete hinweg. Es sprechen Referenten aus den Bereichen der Literatur–, Sprach- und Medienwissenschaften, der Kunstwissenschaften, der Philosophie, Japanologie, Volkswirtschaftslehre und Medizin.

Die Konferenz ist als Lehrerfortbildungsmaßnahme anerkannt.

 

Prof. Dr. Gerd Antos, Germanistisches Institut, Abteilung Sprachwissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg
Prof. Dr. Andrea Jäger, Germanistisches Institut, Abteilung Literaturwissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg

 

Weitere Informationen unter: www.germanistik.uni-halle.de
Nachfragen per E-Mail Prof. Dr. Gerd Antos (mail) oder
Prof. Dr. Andrea Jäger (mail)
oder per Telefon: (0345) 5523599